Kräuterweihe: Ein alter Brauch lebt weiter

Rund um Mariä Himmelfahrt wird seit vielen Jahrhunderten die Tradition der Kräuterweihe gepflegt. Auch bei uns im Haus St. Hildegard haben wir diesen alten Brauch in diesem Jahr wieder aufleben lassen. Gemeinsam banden wir verschiedene Kräuter und Blumen zu einem Kräuterbuschen und sprachen über die Bedeutung dieser Tradition. Früher waren die Menschen in besonderem Maße auf die Heilkräfte der Natur angewiesen. Kräuter wurden gesammelt, getrocknet und beispielsweise zu Tee oder für andere Anwendungen verarbeitet. Die geweihten Kräuter galten als Geschenk Gottes und wurden im Haus oder Stall als Zeichen des Schutzes und der Hoffnung aufbewahrt.

Eng verbunden ist der Brauch mit der Gottesmutter Maria. In alten Gebeten wird sie als „Blume des Feldes und Lilie der Täler“ bezeichnet. Die Kräuterweihe bot daher nicht nur Gelegenheit, eine religiöse Tradition zu pflegen, sondern auch Erinnerungen und Wissen miteinander zu teilen: Welche Kräuter kennen wir noch aus früheren Zeiten? Wofür wurden sie verwendet? Und an welche Bräuche rund um Mariä Himmelfahrt erinnern wir uns aus der eigenen Kindheit?

Zwischen dem Duft der Kräuter und vielen Gesprächen wurde eine jahrhundertealte Tradition im Haus St. Hildegard wieder lebendig – und mit ihr so manche persönliche Erinnerung. Ein schöner Brauch, der auch heute noch seinen festen Platz bei uns hat.

 

Eine ältere Frau mit weißem Haar sitzt an einem Tisch im Freien. Sie hält grüne Pflanzen in den Händen und betrachtet sie. Vor ihr liegen viele Ähren und weitere Kräuter.
Senioren und Kinder gestalten draußen an einem Tisch mit Naturmaterialien. Eine Frau in rotem Hemd hält einen Strauß aus Gräsern, während eine andere Person Sonnenblumen verarbeitet. Auf dem Tisch liegen Stroh, Blumen und Bänder. Es ist ein gemeinsames Handwerksprojekt im Freien.
Eine Frau in einem roten Hemd steht und erklärt einer Gruppe älterer Menschen an einem Tisch voller frischer Kräuter und Pflanzen. Eine sitzende Teilnehmerin hält einen kleinen Blumenstrauß. Die Szene findet im Freien vor einer Holzwand statt.
Zwei ältere Menschen sitzen im Freien an einem Tisch und arrangieren Sträuße aus Sonnenblumen und Wildblumen. Der Mann im blauen Hemd und die Frau im schwarzen Oberteil halten frische Blumen in den Händen, während Schnittwerkzeuge auf dem Tisch liegen.

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