Nach den fröhlichen Stunden der Faschingsfeier kehrte am Aschermittwoch eine tiefe, wohltuende Stille in unser Haus ein. Gemeinsam begingen wir den Beginn der Fastenzeit mit einem feierlichen Wortgottesdienst und der traditionellen Ascheauflegung. Der Übergang vom bunten Kostüm zum schlichten Kreuz aus Asche ist jedes Jahr ein besonderer Moment in unserem Haus. Er erinnert uns daran, dass alles seine Zeit hat: das Lachen und Feiern ebenso wie das Innehalten und die Besinnung. In der Hauskapelle versammelten sich viele Bewohnerinnen und Bewohner, um gemeinsam zu beten und den Worten des Evangeliums zu lauschen. Im Zentrum stand das Symbol des Aschenkreuzes, das jedem Einzelnen auf die Stirn gezeichnet wurde.
„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.“
Trotz der Ernsthaftigkeit dieses Symbols war die Stimmung im Gottesdienst nicht gedrückt, sondern von einer tiefen Zuversicht geprägt. Die Asche, gewonnen aus den gesegneten Palmzweigen des Vorjahres, steht im christlichen Glauben nicht nur für die Vergänglichkeit, sondern auch für Reinigung und einen spirituellen Neuanfang. Mit diesem würdevollen Gottesdienst haben wir die 40-tägige Fastenzeit eingeleitet – eine Zeit, in der wir in unserem Haus achtsam miteinander umgehen und uns gemeinsam auf das Osterfest vorbereiten. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle, die diesen Gottesdienst so würdevoll mitgestaltet haben.